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Andacht zum 9. August: Mein persönliches Sommerglück

Der Sommer mit all seinem Sonnenschein und den hohen Temperaturen ist wieder in vollem Gange.

Da freut man sich über eine Erfrischung! Und so gehe ich, wenn es die Zeit erlaubt in den Abendstunden ins Waldbad Goldlauter-Heidersbach zum Schwimmen. Es ist eine ganze Welt für sich. Ein kleiner, geschlossener Kosmos. Immer wenn ich eintauche, den erfrischenden Kick genieße und dann durch das samtig mich umwallende Wasser davon schwimme, fühle ich mich voller Lebendigkeit. Das Wasser kühlt und erfrischt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem ich nichts mehr sagen und auch nichts mehr tun muss. Es schwimmt um mich. Mein Körper scheint die Bewegungen ganz von selbst auszuführen. Ich höre nur noch das rhythmische Rauschen meiner Hände. Mein Gesicht lächelt. Alles Alltägliche ist von mir abgefallen.  Nur der kleine Hunger holt mich, nach einer bestimmten Zeit in die Realität zurück.                                

Aber da gibt es Dinge die einfach zusammengehören: Kino und Popcorn etwa, Thüringer Bratwurst und Senf oder Topf und Deckel. Das eine kann ohne das andere existieren komplett sind sie aber nur miteinander. Und jetzt wo das Schwimmbad geöffnet hat, offenbaren sich aber noch weitere Dinge, die nicht oder nur schwer voneinander trennbar sind. So gibt es kaum einen Freibadbesuch, der ohne Pommes beendet wird. Schließlich ist man in der Regel einige Stunden im Bad. Ein leckeres Eis ist zwar eine Abkühlung, aber den Hunger, der sich irgendwann einstellt, wenn man einige Bahnen im Schwimmbecken gezogen hat, den kann nur die Freibad- Pommes aus dem Kiosk stillen. Und mal ehrlich: Freibad-Pommes schmecken einfach am besten!

Gut also, dass das Waldbad Goldlauter-Heidersbach pünktlich zu den sommerlichen Temperaturen sein Tor geöffnet hat. Viele Gäste und nicht nur die Einheimischen haben schon sehnsüchtig darauf gewartet wieder ins kühle Nass zu springen, sich mit Freunden und Bekannten zu treffen und auf der grünen Wiese ein Schwätzchen zu halten, während die Kinder im Becken plantschen oder sich auf dem Spielplatz austoben. An die Geräuschkulisse hat man sich nach dem eher von Ruhe geprägten Wintermonaten im Bad schnell gewöhnt. Den auch das ist untrennbar miteinander verbunden: Sonnenstrahlen und spielende Kinder, die lautstark ihre Freude zum Ausdruck bringen, dass sie wieder mit kurzer Hose und T-Shirt draußen unterwegs sein können, sich gegenseitig fangen, den Ball zuwerfen, vom Ein-Meter-Brett zuspringen oder einfach nur eine Arschbombe zu machen, dass Freude sichtbar wird. Aber genau das macht den Reiz des Sommers aus.

Und bei Gesprächen mit Bekannten sind alle voll des Lobes, es ist wundervoll so ein Bad vor der Haustür zuhaben. Ich stimme freudig ein, ja das ist unser Sommerglück. Wir können dankbar sein, in einer solchen wunderschönen Landschaft leben zu dürfen und unser Leben vom schönen unserer Umwelt beschenken zu lassen.                                                                                                                       

Und zuletzt fällt mir noch etwas ein, das im Sommer verbunden ist wie Pech und Schwefel aber gerne vergessen wird: Sonnenbad und Sonnencreme. Den mit vor den Sonnenstrahlen geschützter Haut kann man den Freibad-Besuch mit Pommes, spielenden Kindern und der ein oder anderen Abkühlung genießen und muss nicht am nächsten Tag brennende Schultern in Kauf nehmen.

Matthias Gering
Goldlauter-Heidersbach

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