Gefängnisseelsorge
Die Gefängnisseelsorge ist ein wichtiger Dienst der Kirche für Menschen in Haft. Sie versteht sich als ein Angebot der Begleitung, des Zuhörens und der Hoffnung – unabhängig von Herkunft, Religion oder der begangenen Straftat. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde und seiner persönlichen Lebensgeschichte.
Im Kirchenkreis Südthüringen bietet die Gefängnisseelsorge einen geschützten Raum für vertrauliche Gespräche, in denen Sorgen, Schuld, Ängste und Zukunftsperspektiven offen angesprochen werden können. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger begleiten Inhaftierte in Krisenzeiten, stärken sie auf ihrem Weg der persönlichen Auseinandersetzung und eröffnen Möglichkeiten, neue Hoffnung und Orientierung zu finden. Dabei gilt die seelsorgliche Schweigepflicht als unverzichtbare Grundlage für Vertrauen und Offenheit.
Zum Angebot gehören neben Einzelgesprächen auch Gottesdienste, Andachten sowie die Begleitung in besonderen Lebenssituationen. Ebenso stehen die Seelsorgerinnen und Seelsorger Angehörigen und Mitarbeitenden des Justizvollzugs als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn sie Unterstützung oder ein offenes Ohr benötigen.
Die Gefängnisseelsorge macht deutlich: Kein Mensch ist auf seine Fehler oder seine Vergangenheit zu reduzieren. Sie setzt ein Zeichen für Mitmenschlichkeit, Versöhnung und die Möglichkeit eines Neuanfangs – getragen von der christlichen Überzeugung, dass jeder Mensch die Chance auf Hoffnung und Veränderung verdient.
Gefängnisseelsorge im Kirchenkreis Südthüringen
Pfarrerin Christiane Bosse
Gefängnisseelsorgerin
Zellaer Straße 154
98527 Suhl
Telefon: 03681 4930
Mail: chrisbos@t-online.de